Dies könnte Wasser sein

Eine Gruppenausstellung im Kunstverein Quickborn e.V.

Unsere Wirklichkeit hängt vom Standpunkt ab. Unser Denken, Erkennen und Handeln ist endlich, dazu noch abhängig von Zeit, Raum, der ganz individuellen Prägung, Umgebung und Lebensweg. Unsere Perspektive ist also eingeschränkt. Wenn es eine absolute Wahrheit gibt sind wir aufgrund dessen also nur in der Lage einen Teil davon zu sehen, der dann interpretiert wird.

Objektivität ist die Übereinstimmung von kognitiver Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung mit der Realität. Ist Objektivität also überhaupt möglich? Der perspektivistische Objektivismus geht hierbei von einer objektiven Wirklichkeit aus, die wir unterschiedlich wahrnehmen. Der perspektivistische Subjektivismus geht hingegen von einer Vielfalt der Wirklichkeiten aus. Ein Mittelweg würde Beobachtung und Theorie, Wahrnehmung und Konzeption näher zusammenbringen.

Philosophisch gibt es verschiedene, teils sehr unterschiedliche Ansätze zu Wahrnehmung und Realität. Allen ist die Erkenntnis gemein, das ein Perspektivwechsel unabdingbar, ein beweglicher Umgang mit Perspektive notwendig ist um die Wirklichkeit in ihrem Gesamtbild erfassen zu können. Ein starrer, unbeweglicher Blickwinkel erlaubt keine vollständige Beurteilung, die Konstruktion muß also fehlerhaft sein.

Die Kunst ist in der Lage die Perspektive zu verändern, zu erweitern und unsern Blick auf die Dinge auszudehnen, unser Bild zu komplettieren. Mit dieser Ausstellung möchten wir die Notwendigkeit des Perspektivwechsels betonen, die Schönheit von Erkenntnisgewinn illustrieren und Ansätze zeigen, wie man dies tun kann. Öffnen Sie Ihren Blick und lassen sich auf Perspektiven ausserhalb Ihrer Komfortzone ein und erleben, wie erfrischend das Wahrnehmen, das Erkennen und das Verstehen sein kann.

Die Arbeiten der vier beteiligten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Zugänge zum gemeinsamen Thema aus bereits ausgebildeten, eigenständigen Formsprachen heraus. Diese werden gezielt eingesetzt, um das Thema jeweils individuell zu interpretieren und in eine spezifische künstlerische Setzung zu überführen. In Teilen installativ angelegt, entfalten die Positionen ihre Wirkung im Raum und eröffnen differenzierte Wahrnehmungsebenen. Im Zusammenspiel treten die einzelnen Beiträge in einen dialogischen Zusammenhang, in dem sie sich wechselseitig beziehen, ohne ihre jeweilige Autonomie aufzugeben.

Teilnehmende Künstler_innen:
Marie Katharina Fischer
Gilta Jansen
Marcel Große
André H. Bernhard

Termin: 15-17. November 2024

Kunstverein Quickborn
Kieler Straße 149
25451 Quickborn
www.kunstverein-quickborn.de

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